Notdienst

Nach nun fast 10 Jahren fachärztlichen Bereitschaftsdienst für Kinder- und Jugendmedizin rund um die Uhr für Weilheim, Peißenberg und Murnau müssen wir unseren Dienst nun nach Veränderung der rechtlichen Grundlagen und der Finanzierung leider anpassen. 

Auch in Zukunft erreichen Sie und Ihr Kind auch außerhalb unserer Praxis-Öffnungszeiten die ganze Woche von 18 – 20 Uhr(Mittwoch und Freitag  14 - 20Uhr) sowie auch an Wochenenden und Feiertagen von 9 - 12 und 15 - 20 Uhr immer einen unserer Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin. Die Vermittlung erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns bundesweit einheitlich über die Tel. 116 117. 

NACHTS in der Zeit von 20 – 8 (am Wochenende 9 Uhr) wenden Sie sich in dringenden Fällen an die nächstgelegene Kinderklinik in Starnberg oder Garmisch-Partenkirchen.

Achtung: an den allgemeinärztlichen Bereitschaftspraxen (z.B. in Schongau) ist kein Kinderarzt im Dienst ! 

Corona & Praxis

Wir halten den Praxisablauf unter intensivierten Sicherheitsbemühungen aufrecht. Gesunde Kinder mit Vorsorge-, Impf- oder Routineterminen werden umgehend in Zimmer gesetzt und von kranken Patienten getrennt. Zur Zeit sind nur wenige Kinder ernsthaft krank, positive Corona Fälle bei Kindern gab es bisher bei unseren Stichproben nicht. 

Beachten Sie bitte folgende Regeln:

Wir bitten alle Eltern sowie größere Kinder und Jugendliche unsere Praxis nur mit einem Mund-Nasenschutz zu betreten. Dies kann Sie und uns vor unnötigen Infektionen schützen.

Patienten dürfen die Praxis nur mit Termin oder vorheriger telefonischer Absprache einzeln betreten. 
Bitte halten Sie Abstand und warten bei größerem Andrang draussen.
Patienten ohne diese Voraussetzungen dürfen die Praxis nicht betreten! Bitte erst anrufen. 

Patienten mit Kontakt zu Corona Fällen, hochgradigem Verdacht oder Aufenthalt in Risikogebieten in den letzen 14 Tagen dürfen die Praxis nicht betreten! Für diese Patienten haben wir einen getrennten Bereich geschaffen!

Bitte vorher immer telefonische Rücksprache über uns zur Vereinbarung der Probenentnahme an der zentralen Abnehmestelle des Gesundheitsamtes und erst dann gegebenenfalls Vorstellung bei uns. Reine Verdachtsfälle über Eltern und deren Kontaktpersonen weiterhin Beratung über das Gesundheitsamt. Wenn Sie befürchten, Sie oder Ihr Kind könnte an Corona erkrankt sein, kann die App der Charite mittels Fragebogen eine erste Einschätzung liefern:  covapp.charite.de

Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe, 

Die Weilheimer Kinder- und Jugendärzte

Neue Adipositas Schulung

Seit 2018 bieten wir im Rahmen des Schulungskonzeptes der KgAS (Konsensusgruppe Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche e.V.) eine Gruppenschulung für Kinder- und Jugendliche ab 8 Jahren an. Es hat sich gezeigt, dass nur eine kontinuierliche Begleitung von mindestens einem Jahr die zahlreichen Anpassungen im Alltag zu einem langfristigen Erfolg führt.
Im Rahmen der Schulung werden die Teilnehmer in der Schulzeit über den Zeitraum von einem Jahr einmal wöchentlich zu allen Themen wie gesunde Ernährung, medizinische und psychosoziale Aspekte in unseren Schulungsräumen im Obergeschoss von verschiedenen Fachkräften (Ernährungsberater, Psychologin, Arzt) geschult, außerdem findet am Samstag eine Sporteinheit statt, in der die Kinder unter fachkundiger Anleitung die unterschiedlichsten Sportarten und Bewegungsübungen mit viel Spaß kennen lernen können.
Begleitend werden in größeren Abständen auch Schulungseinheiten für die Eltern und Familiengespräche angeboten. Über zwei weitere Jahre werden die Teilnehmer und ihre Familien in Verlaufsgesprächen alle paar Monate begleitet, um einen längerfristigen Erfolg zu gewährleisten.
Zur Zeit ist die Teilnahme aus organisatorischen Gründen nur im Alter von ca. 11-15 Jahren möglich.  Weitere Voraussetzung ist neben dem Vorliegen eines massiven Übergewichts die Einschreibung in das Kinderarzt-Programm der AOK Bayern. Eine Selbstbeteiligung und eine Kaution stellen sicher, dass die Schulung auch ernst genommen und abgeschlossen wird. Theoretisch könnten auch bei anderen Krankenkassen Versicherte teilnehmen sofern diese die Kosten komplett übernehmen.
Die erste Schulung wurde im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossen und befindet sich nun in der Nachbetreuung. Es hat sich eine enge Trainer-Eltern-Patienten Beziehung aufgebaut und allen hat die Schulung wirklich Spaß gemacht. 

Zur Zeit suchen wir Teilnehmer für eine neue Gruppe.
Bei Interesse oder weiteren Fragen wenden Sie sich an Dr. Tim Schmitz.

Zecken

Was müssen Sie nach einem Zeckenstich tun?

  1. Entfernen Sie die Zecke so schnell wie möglich, aber ohne Hast. Am besten geeignet sind spezielle Zeckenpinzetten oder Zeckenkarten. Falls Sie keine zur Hand haben, können Sie  die Zecke auch mit den Fingernägeln entfernen.
  2. Zeihen Sie die Zecke langsam aus der Haut heraus - ohne Drehen oder Vorbehandlung. Falls die Zecke bereits vollgesaugt ist, vermeiden Sie das Quetschen des Körpers.
  3. Falls ein Rest des Stechapparates oder der Kopf in der Haut verbleibt, können Sie ihn mit einer sterilen Nadel entfernen oder auch am nächsten Tag von einem Arzt entfernen lassen. Das Infektionsrisiko erhöht sich damit nicht.
  4. Suchen Sie sorgfältig den Körper und bei Kindern vor allem auch den Kopf nach weiteren Zecken ab.
  5. Beobachten Sie die Haut in der Umgebung der Einstichstelle 6 Wochen lang. Eine anfängliche Rötung durch die Zeckenspeichelstoffe bildet sich innerhalb einiger Tage zurück. Tritt danach erneut eine Rötung auf oder vergrößert sich die anfängliche Rötung, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Es kann sich um eine Frühmanifestation der Borreliose, des Erythema migrans, handeln.
  6. Die Verbreitung der Borrelien über den Blutweg kann sich durch ein grippeartiges Krankheitsgefühl bemerkbar machen. Auch dann sollte der Arzt umgehend aufgesucht und der Zeckenstich angegeben werden.
  7. Bei einer typischen Hautentzündung in der Umgebung des Zeckenstiches sollte ohne Blutuntersuchung eine Antibiotikabehandlung mit Doxycyclin (Kinder ab 9 Jahre) oder Amoxicillin über 10-14 Tage durchgeführt werden. 
  8. Die Borreliose ist im Frühstadium (multiple Erythemata migrantia) durch diese Therapie vollständig heilbar. Spätinfektionen werden dadurch verhindert. Eine Untersuchung der Zecke auf Bordellen ist nicht sinnvoll, da bei positivem Nachweis in der Zecke überhaupt nicht sicher ist, ob die Borrelien überhaupt in die Haut übertragen wurden und ob sie im Falle der Übertragung zu einer Erkrankung führen.
  9. Nur ein Teil (<5%) der mit Borrelien infizierten Menschen erkrankt! Aus diesem Grund ist von einer prophylaktischen oralen Antibiotikatherapie abzuraten.